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Posts Tagged ‘Achtsamkeit’

  1. Achtsamkeit – Reden

    November 10, 2018 by Ulrike Schomerus

    Ich gebe zu für mich war es nicht sonderlich schwer meinem Gang besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Ich denke quasi weiterhin über jeden Schritt nach.    😉   Ohne Aufmerksamkeit gerade laufen geht halt nicht. Die Treppe laufe ich im Moment noch rückwärts herunter, weil es vorwärts noch nicht geht, und da taugt es gar nichts, wenn ich unaufmerksam bin. Ich bin im Moment ziemlich viel zu Fuß unterwegs. Zum Einen, um nicht ganz und gar einzurosten und zum Anderen, weil ich nicht gern das Auto für kleinere Strecken nehme. ( Autofahren kann ich auch erst seit ein paar Tagen wieder  😉   ) Ich merke immer noch sehr schnell, dass das Knie anschwillt und das macht das Laufen schwierig und es erfordert dann besondere Konzentration. Mein Fazit der Woche also: Ich spüre meine Füße sehr genau, weil ich aufmerksam gehen MUSS. Wie ist es Euch damit gegangen?

    Kaum hatte ich mir überlegt Achsamkeit zum Thema zu machen, las ich folgenden Vers in der Bibel:

    Ich sagte zu mir: »Ich will darauf achten, dass ich nicht sündige, wenn ich rede. Ich will meine Zunge fest im Zaum halten, wenn die Gottlosen in der Nähe sind.“

    Psalm 39,2

    Oho, das ist eine andere Hausnummer als auf meinen Gang zu achten! Mir fielen sofort einige Gelegenheiten ein, bei denen ich meine Zunge so gar nicht im Zaum gehalten habe. Meinen Worten gegenüber bin ich durchaus nicht immer achtsam. Und Worte haben Macht. Das haben wir alle schon erlebt.

    Dinge, die über uns ausgesprochen werden, können unser ganzes Leben nachhaltig beeinflussen und nur selten mache ich mir wirklich bewusst, dass das auch für meine Worte gilt. Freundliche Worte sind wie Balsam und tun dem wohl, der sie hört. Unfreundlichkeiten, Urteile, herablassende Worte verletzen und schaden dem, der sie zu hören bekommt.

    Grund genug, meine ich, besonders darauf zu achten, was alles aus meinem Mund kommt.

    „Achtsam reden“, so lautet die Herausforderung für diese Woche (und am besten nicht nur für diese).

    Was bedeutet das?

    Ich will besonders darauf achten

    •  freundliche Worte für meine Gesprächspartner zu finden
    •  keine Verurteilungen auszusprechen
    •  zu loben, so oft ich kann
    •  wertschätzende Worte zu finden

    Wie sieht es aus, seid Ihr dabei? Und was fällt Euch zum Achthaben auf die Zunge ein?

    Ich bin gespannt!

    Liebste Grüße

    Ulrike

     

     

     

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  2. Achtsamkeit wider Gewohnheit

    November 1, 2018 by Ulrike Schomerus

    Am Dienstag hat mein Arzt mir gestattet meine Schiene ab sofort im Haus abzulegen. Außer Haus soll sie nur noch den Zweck erfüllen, mir etwas mehr Sicherheit zu vermitteln. Bevor er mir die Genehmigung erteilte, musste ich einige Schritte ohne Schiene vor ihm auf und ab laufen. Ich habe das Laufen zuhause geübt. Mit Schiene zwar, aber eben geübt:

    Gerade aufrichten, ganz bewusst das Bein zum Schritt anheben und den Fuß langsam von der Ferse bis zur Fußspitze abrollen.

    Er war ziemlich angetan von meinem Gang   😉   und gab schließlich deshalb die Erlaubnis mich von der Schiene zu verabschieden.

    In den vergangenen Wochen kam mir immer wieder das Wort Achtsamkeit in den Sinn. Ich habe meinem Gang ganz besondere Aufmerksamkeit geschenkt, genau nachgespürt wie ich den Fuß aufsetze, ob ich ihn wirklich richtig abrolle etcetera. Und das hat mir irgendwie gut getan, mich aus meiner Routine herausgeholt.

    Das Laufen hatte nichts gedankenloses mehr, sondern geschah ganz bewusst. Selbst wenn ich ohne Stützen hätte laufen können, schnelles Laufen und achtsames Laufen schließen sich gegenseitig aus.

    In dieser Woche ging es im Lebe leichter Kurs einmal mehr um das Thema Gewohnheiten. Sehr schweres Thema. Gewohnheiten sind nun mal genau die Handlungen, denen wir keine Aufmerksamkeit mehr schenken. Sie laufen ganz automatisch ab, weil unser Gehirn deren Ablauf ins Unterbewusste geschickt hat. Was passiert, frage ich mich, wenn ich solchen Gewohnheiten wieder meine Aufmerksamkeit zuwende? Was passiert, wenn ich vor allem Gewohnheiten, die ich loswerden will, ein „achtsames“ Verhalten entgegensetze?

    Ich bin überzeugt davon, dass sich „schlechte“ Gewohnheiten besser ausmerzen lassen, wenn wir sie wieder „beachten“. Gute, neue Gewohnheiten lassen sich leichter einüben, wenn ich „achtsam“ dieses Verhalten einübe.

    Ich lade Euch ein zu einem Experiment:

    Einmal in der Woche gebe ich  einen Anstoß zum Thema „Achtsamkeit“ und wir üben die Woche über. In der kommenden Woche teile ich meine Erfahrungen mit Euch und es gibt den nächsten Input.

    Ich würde mich freuen, wenn Ihr dabei seid und mir Eure Erfahrungen mitteilt!   😀

    Los geht`s!

    Lasst uns in dieser Woche auf unseren Gang achten. Rolle Deine Füße beim Gehen bewusst ab, so wie ich es oben beschrieben habe.

    • Wie schnell läufst Du?
    • Wie ist Deine Körperhaltung dabei?
    • Wie fühlen sich die Schuhe an Deinen Füßen an?
    • Wie die verschiedenen Untergründe über die Du läufst?
    • Wie fühlt es sich an, wenn Du zuhause barfuß gehst?
    • Welche Veränderung stellst Du im Laufe der Woche fest?

    Ich bin sehr gespannt auf Eure Rückmeldung und auch auf meine eigenen Erfahrungen. Und wer weiß? Vielleicht können wir der einen oder anderen ungeliebten Gewohnheit zu Leibe rücken, oder eine neue etablieren?

    Viel Spaß und eine achtsame Woche!

    Liebste Grüße

    Ulrike

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