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‘Uncategorized’ Category

  1. Entscheidung für die Liebe

    Oktober 14, 2019 by Ulrike Schomerus

    Ich schreibe hier relativ häufig etwas über den Herzallerliebsten. Und ich werde immer wieder darauf angesprochen, was ich für einen tollen Ehemann habe. Und das habe ich auch. Den allerbesten, den ich mir wünschen könnte.

     

     

    Aber ich kenne Zeiten, da finde ich den Herzallerliebsten alles andere als herzallerliebst.    😉

    Dann fühle ich mich allein, einsam, unverstanden. Ich frage mich dann, woran ich erkennen soll, dass er mich wirklich liebt, wenn er doch für mich so gar keine Zeit hat, ständig unterwegs ist und sowieso alles andere viel wichtiger ist als unsere Beziehung.

    Ich weine, klage, beschwere mich und ich werde bockig und stur. Soll er doch machen was er will, ich komme auch alleine klar!

     

     

    Ich bin nicht stolz darauf, aber es ist dennoch wahr. Das letzte Mal ist noch gar nicht lange her. Um genau zu sein erreichte eine solche Zeit unmittelbar vor unserem letzten Hochzeitstag ihren Höhepunkt. Am liebsten hätte ich unsere lange geplante Auszeit auf dem Hausboot abgesagt.

    Am Hochzeitstag wachte ich früh auf und verzog mich schmollend mit meiner Bibel auf die Couch.

    „Gott“, sagte ich, „ich bin echt unglücklich. Was soll ich denn jetzt machen?“

    Manchmal antwortet Gott sofort. Vor allem dann, wenn wir wirklich zuhören wollen. Und ich wollte. Die Verzweiflung war groß genug, denn ich hatte schon ziemlich lange auf stur gestellt.

    Ich schlug meine Bibel auf und las das Kapitel für den Tag: Epheser 5

    Seid nun Nachahmer Gottes als geliebte Kinder!

    Mir wurde ein bisschen ungemütlich.

    Und wandelt in Liebe, wie auch der Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat als Opfergabe und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch!

    Wham! Das saß.

    Während ich über Wochen damit beschäftigt war mich selbst zu bemitleiden und meine Wunden zu lecken, während ich die Verantwortung für mein Wohlbefinden dem Herzallerliebsten aufgebürdet hatte, hatte ich tatsächlich meine Rolle in der ganzen Sache völlig außer Acht gelassen.

     

     

    Mein Job ist es zu lieben. Mein Job ist es Christus nachzuahmen.

    Ich bin nicht dafür verantwortlich was andere tun. Ich kann andere nicht verändern. Auch nicht meinen Ehemann. (Will ich auch nicht   😉   Aber ich bin für mein Handeln verantwortlich. Um alles andere kümmert sich Gott persönlich. Besonders um meine verzweifelte Sehnsucht danach geliebt zu werden. Und so erinnerte er mich gleich noch an zwei Verse, die mir seine Liebe verdeutlichen:

    Schmecket und sehet, dass der HERR gütig ist! Glücklich der Mann (die Frau) , der (die) sich bei ihm birgt!  Ps.34,9

     

    Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeigt, daß wir Gottes Kinder sollen heißen!

    1. Joh. 3,1

    Ich fühlte mich zurecht gewiesen und gleichzeitig reich beschenkt. Mir wurde mein widerliches Verhalten auf einmal deutlich bewusst. Und einmal mehr bin ich Gott so dankbar für seine Geduld mit mir, wenn ich wieder einmal, was ich schon längst verinnerlicht glaubte, vergessen habe.

    Ich habe mich entschieden zu lieben. Was für eine Erleichterung und Neubelebung für unsere Ehe! Liebe einfordern ist widerlich und bringt mich keinen Schritt weiter, aber die Entscheidung für die Liebe verändert alles. Vor allem mich selbst.   😉

    Dankbarste Grüße

    Ulrike

    P.S.: Einen kleinen Eindruck wie schön unsere Auszeit dann doch noch war, gibt es hier.

     

     

     

     

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  2. Hochzeitstag und Abenteuer

    Oktober 7, 2019 by Ulrike Schomerus

    Da bin ich wieder.   😉

    Für ein paar Tage sind der Herzallerliebste und ich abgetaucht. Dafür, das wissen wir schon lange, muss man nicht unbedingt in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so nah.   😉

    Unseren Hochzeitstag (in diesem Jahr der 31te) nehmen wir gerne zum Anlass kurz zu verschwinden, um uns auf uns und unsere Ehebeziehung zu besinnen. Das tut so gut!

    Nach einem guten Frühstück in unserem Leiblingsfrühstückscafé und ein bisschen Alltagskram, der noch erledigt werden musste, machten wir uns also auf den Weg nach Bislich, um dort drei Tage auf einem Hausboot zu verbringen.

     

     

    Jedes Mal kommt es uns vor, als tauchten wir in eine andere Welt. Der Blick auf das Wasser, die Natur um uns herum, sogar der Biber hat uns in der Nacht besucht. 😉

     

     

    Das Wetter war zwar nicht so toll, aber es gab genügend Regenpausen, so dass wir auch laufen konnten.

     

     

    Die übrige Zeit verbrachten wir mit Saunagängen, Abkühlen im See und Memory spielen.   😉

     

     

    Und am Mittwoch habe ich noch ein besonderes Geschenk eingelöst, das der Herzallerliebste mir zum Hochzeitstag gemacht hatte:

    Ich habe Stand up paddling ausprobiert!

    Yeah! Für mich ein richtiges Abenteuer!

    Das habe ich mir schon so lange gewünscht. Im letzten Jahr hatte mir die gebrochenen Kniescheibe einen Strich durch die Rechnung gemacht. In diesem Jahr hat alles gepasst. Und es war genauso schön, wie ich es mir erträumt hatte.

    Das mache ich wieder!

     

     

    Seit Donnerstag sind wir zurück. Der Alltag hat uns mit Macht erwischt. Aber es bleibt die Erinnerung und tiefe Dankbarkeit für die Möglichkeit eine solche Auszeit zu erleben.

    Meine Dankbarkeit mit dem Herzallerliebsten verheiratet sein zu dürfen, der so viel Geduld mit mir hat, der mich unterstützt in allem was ich mir vornehme, der Unmögliches möglich macht, der mich so liebt wie ich bin, kann ich nicht in Worte fassen. Was soll ich sagen: Ich liebe ihn einfach!

    Dankbarste Grüße

    Ulrike

     

     

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  3. Prima Klima

    September 23, 2019 by Ulrike Schomerus

    Ein prima Klima, das wünschen sich viele und wollen endlich entsprechende Maßnahmen in der Politik durchsetzen. Am Freitag sind dafür überall Menschen auf die Straße gegangen.

    Ich bin zuhause geblieben.

    Nicht, weil ich die Anliegen der Demonstranten nicht teile!

    Ich bin vielleicht eher der leise Klimaaktivist. Wenn man das überhaupt so sagen kann.

    Ich ziehe es vor in meinem eigenen kleinen Bereich anzufangen. Weit weg von perfekt wohlgemerkt. Aber wo mir etwas auf- oder einfällt, das ich zugunsten eines besseren Klimas /einer besseren Welt verändern kann, tue ich das gern.

    Die meisten Dinge könnte jeder verändern. Es sind eben nicht immer die großen Dinge, die den Unterschied machen.

    Man stelle sich nur einmal vor, jeder würde ganz selbstverständlich seine eigenen Dosen mit zum Einkauf nehmen, um sich Fleisch, Wurst, Käse darin einpacken zu lassen.

    Was, wenn alle ihren Joghurt, Milch, Wasser, Saft…im Glas kaufen würden?

    Was, wenn jeder natürlich seinen eigenen Einkaufsbeutel/-korb dabei hätte?

    Was, wenn wir alle wieder mehr mit dem Fahrrad, oder zu Fuß erledigen würden, anstatt eben schnell das Auto zu nehmen?

    Was, wenn wir alle den Wasserhahn zudrehen, wenn wir uns unter der Dusche einseifen, oder wenn wir uns die Zähne putzen?

    Was, wenn wir unser Spülmittel einfach wieder aus umweltverträglichen Zutaten selbst herstellen?

    Was, wenn wir das Licht selbstverständlich ausschalten, wenn wir einen Raum verlassen?

    Was, wenn wir nicht jedes Jahr ein neues Handy, eine Flugreise, neue Mäntel, die xte Bluse etc. kaufen würden?

    ….

    Es gibt so viele Möglichkeiten im Kleinen für Gottes Schöpfung, die Welt in der wir leben, gute Entscheidungen zu treffen. Jeder so, wie es ihm möglich ist und ohne mit dem Finger auf den anderen zu zeigen, der es anders macht.

    Jeder kann (muss) Verantwortung übernehmen.

    Das beginnt nicht in der Politik. Beginnen tut die Verantwortung bei mir und bei Dir.

    Fangen wir einfach an. Tun wir einfach das, was wir tun können.

    Auf die Politik schimpfen und selbst die Hände still halten, wird nicht die Lösung sein.

    Nachdenkliche Grüße

    Ulrike

     

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  4. Alte Besen kehren gut…

    September 17, 2019 by Ulrike Schomerus

    …sagt man, und just aus diesem Grund, habe ich mir letzte Woche einen neuen gekauft. Und Handfeger und Kehrblech gleich dazu.   😉

    Der Grund:

    Mein Staubsauger tut´s nicht mehr.

    Das ist ganz schön nervig. Nun könnte ich einfach den Kundendienst rufen und hoffen, dass der Schaden durch eine Reparatur behoben werden kann. Das werde ich sicher auch tun. Aber mir fiel plötzlich ein, dass es doch früher diese Dinger gab, mit denen man, ganz ohne Strom, den Teppich von Krümeln und Staub befreien kann.

    Außerdem haben wir hauptsächlich glatte Böden in unserem Heim und die, so mein Gedanke, lassen sich ganz prima auch mit Besen und Handfeger reinigen.

    Auf den Teppichkehrer warte ich noch. Der kommt wahrscheinlich morgen. Und ich freue mich tatsächlich darauf.   😉

    Den neuen Besen schwinge ich schon einige Zeit. Eben weil alte Besen gut kehren.

    Will heißen: Nicht alles was wir durch elektrische Geräte ersetzt haben ist schlecht und Rückschritt ist manchmal vielleicht sogar Fortschritt.

    Aber das ist ein anderes Thema. Und dazu schreibe ich ein anderes Mal.   😉

    Liebste Grüße

    Ulrike

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  5. Die Sache mit dem Vertrauen

    September 9, 2019 by Ulrike Schomerus

    Wenn Du mich fragst, ob ich Gott vertraue, dann antworte ich Dir mit einem kräftigen „Ja“.

    Aber manchmal kommen mir Zweifel.

    Darf ich behaupten ich vertraue Gott, wenn ich doch oft lieber selbst die Dinge in die Hand nehme?

    Wenn ich Gott vertraue, darf ich dann weinen, weil manchmal Dinge geschehen, die mir schier das Herz brechen?

    Ich verstehe die Sache mit dem Vertrauen manchmal nicht und sie scheint auch so gar nicht in meiner Natur zu liegen. Verinnerlicht habe ich offenbar eher das Gefühl: „Wenn Du Dich auf eins verlassen kannst, dann darauf, dass Du Dich auf nichts (und niemanden) verlassen kannst“.

    Das macht es mir schwer. Das macht Loslassen zu einem Fremdwort für mich. Ich möchte dieses Fremdwort buchstabieren lernen, ich möchte, dass es zu einem Lieblingswort wird und zu einer ganz vertrauten und selbstverständlichen Art meines Handelns.

    Heute Morgen kam mir der Gedanke, dass das Geheimnis in der Liebe liegt. Nicht in der Liebe, die ich Gott entgegenbringen könnte. Das Geheimnis liegt darin, dass er mich liebt.

    Hierin ist die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern, dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden.   1.Joh. 4,10

    Könnte jemand, der sein Leben für mich gelassen hat, der sich für mich hat umbringen lassen, nicht vertrauenswürdig sein?

    Wohl kaum.

    Nein, ich verstehe nicht alles.

     

     

    ABER:

    Wenn ich auf´s Kreuz schaue, sehe ich nichts als Liebe.

    Das hilft mir.

    Das befreit mich.

    Dann kann ich loslassen.

    Darin will ich mich üben.

     

     

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  6. Ist der Sommer schon vorbei?

    September 4, 2019 by Ulrike Schomerus

    Ich sitze am Schreibtisch im Wohnzimmer und schaue dem Regen zu. Auf dem (überdachten   ;-   ) Terrassentisch liegt noch meine Bibel und das Tagebuch von heute Morgen. Heute Morgen schien die Sonne und es war warm. Jetzt sitze ich hier, in meine warme Jacke gehüllt und denke:

    „Ich bin noch nicht soweit! Es darf noch nicht Herbst werden!“

    Versteht mich nicht falsch. Ich liebe den Herbst. Ich würde den Herbst immer einem heißen Sommer vorziehen. Aber dieses Mal…

    Dieses Mal fehlt mir irgendetwas. Der Sommer ist für mich für gewöhnlich Pausenzeit. Alles geht langsamer und mindestens 14 Tage kümmere ich mich mal um (fast) gar nichts, weil ich einfach nicht zuhause bin.

    In diesem Sommer war ich, bis auf wenige Tage, zuhause.

    Ich mag mein Zuhause. Ehrlich!

    Und doch: Ich fühle mich nicht so entspannt wie sonst, am Ende eines langen Sommers. Ich vermisse auch dieses Gefühl der Vorfreude darauf, endlich wieder produktiv sein zu können. Produktiv in Form von Wäsche waschen, für etliche hungrige Mäuler kochen, putzen, Coachings vorbereiten und durchführen, etc.   😉

    Mag daran liegen, dass es dieses Jahr zwar eine lange Pause vom Lebe leichter Kurs gab, aber alles andere weiterging wie immer. Telefoncoaching und Onlinecoaching inclusive. Und, das haben wir vor langer Zeit schon festgestellt: Wenn wir zuhause sind, ist man eben auch für jedermann verfügbar.

    Sowohl der Herzallerliebste als auch ich, tun uns schwer damit Auftankzeiten zu nehmen, wenn wir zuhause sind. Irgendjemand braucht immer etwas und wir sind ja da. Dann sagt man doch nicht NEIN, oder?

    Das letzte Viertel des Jahres ist angebrochen. Das letzte Viertel eines Jahres empfinde ich immer als besonders herausfordernd, denn da knubbeln sich Termine und Verpflichtungen.

    Wenn ich da die Puste behalten will, muss ich gut haushalten mit meinen Kräften.

    Das bedeutet, ich muss wohl oder übel auch mal NICHT verfügbar sein und Oasen suchen und finden, die wirklich der Erholung dienen.

    Manchmal aber, das weiß ich auch, lebe ich von der Hand in den Mund. Ich lasse mir meine Hand vom Schöpfer füllen und stelle fest:

    Es reicht gerade für einen Tag.

    Und das ist genug.

    Mehr braucht es nicht.

    Es braucht nur gerade soviel, wie ich für den nächsten Schritt nötig habe. Mit diesem Wissen kann ich, auch wenn ich das Gefühl habe, ich brauche noch etwas Sommer zum Erholen   😉   , vertrauensvoll dem Herbst entgegen gehen.

    Und, wie gesagt, ich LIEBE den Herbst!   😉

    Liebste Grüße

    Ulrike

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  7. Sommerbilder

    August 31, 2019 by Ulrike Schomerus

    Die Schule hat wieder begonnen. Nicht, dass mich das noch beträfe   😉   , aber der Schulbeginn bewirkt, dass die Straßen wieder voller, die Menschen unentspannter, die Zeit knapper, die Termine mehr werden. Das Leben nimmt wieder Fahrt auf. Und zu allem Überfluss schließt in dieser Woche das Freibad seine Tore. Schluss mit Schwimmen unter freiem Himmel   🙁     . Für mich ist das gleichbedeutend mit dem Beginn des Herbstes.

    Der Herzallerliebste und ich sind in diesem Jahr nicht in den Urlaub gefahren, denn wir hatten uns den Traum von der überdachten Terrasse erfüllt. Das hat uns allerdings nicht daran gehindert, den einen oder anderen Ausflug zu machen und als ich in den letzten Tagen meine Fotos gesichtet habe, wurde mir noch einmal bewusst, was für einen schönen Sommer wir hatten.

    Wir haben Städte besucht, Fahrradtouren gemacht, sind Kanu gefahren und haben die Bundesgartenschau in Heilbronn besucht. (Und dazwischen geerntet, Blaubeeren gepflückt, Obst und Gemüse eingekocht und die Terrasse und den Garten genossen.   😉   )

    Und weil ich gar nicht so viel dazu sagen möchte, lasse ich Bilder sprechen und Euch ein klitzekleines bisschen an unseren Erlebnissen teilhaben.

     

     

    Zutiefst dankbare Grüße

    Ulrike

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  8. Hilfe für ängstliche (Mutter-)Herzen

    Juni 18, 2019 by Ulrike Schomerus

    Vor einem Jahr hatte ich im Mai und Juni die aufregendste Zeit des Jahres: Der Lulatsch hatte Gesellenprüfung und der Lütte schrieb seine Abschlussarbeiten.

    Gefühlt war ICH es, die im Prüfungsstress war.   😉   Und das zum x-ten Mal. Nach 24 Schul- und Ausbildungsjahren habe ich etliche Klassenarbeiten, Klausuren, mündliche Prüfungen, Führerscheinprüfungen, Meisterprüfungen, Vorstellungsgespräche etc. hinter mich gebracht.    😉

    Ist natürlich alles Quatsch, denn geprüft wurden ja die Jungs.

    Mein Mutterherz war allerdings immer mit dabei. Aufgreregt, manchmal ein bisschen mutlos, ängstlich.

    Wohin wendet sich ein Mutterherz in solchen aufregenden Zeiten?

     Ein Lied im höhern Chor. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen von welchen mir Hilfe kommt. Meine Hilfe kommt von dem HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.
    Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen; und der dich behütet schläft nicht. Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.
    Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand, dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts.
    Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele; der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit.                                      Psalm 121

    Mein Mutterherz wendet sich an meinen Schöpfer, an den guten Hirten, der niemals schläft. Ich vertraue mich dem an, der meine Seele behütet vor allem Schaden und der mich beschützt bei allem was ich tue, heute und an jedem Tag.

    Das bedeutet nicht, dass alles immer gemäß meinen Wünschen ausgehen würde.

    Aber es bedeutet, dass ich voller Vertrauen bin, dass alles gut ist, so wie es ist.

    Es bedeutet, dass ich weiß: Gott schreibt auch auf krummen Wegen gerade.

    Es bedeutet, dass ich meine Jungs und ihre Wege ganz vertrauensvoll in die Hand meines Vaters lege.

    Es bedeutet, dass ich keinen Grund habe zur Mutlosigkeit, sondern jeden Grund zur Zuversicht.

    Das will immer wieder eingeübt werden. Und gerade am letzten Donnerstag hatte ich wieder die Gelegenheit dazu. Das waren die wertvollsten Stunden der letzten Woche. Ganz ehrlich! Ich möchte diese Stunden nicht missen, denn sie führen mich direkt an Gottes Vaterherz.

    Wenn Du also gerade mal wieder im Prüfungs-, Klassenarbeits-, sonst was für Stress steckst, möchte ich Dich ermutigen:

    Deine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat!

     

     

    P.S.:  Der Treckerfahrer ist jetzt Garten- und Landschaftsgärtner   😀

     

     

     

     

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  9. Experiment. Mit Folgen?

    Juni 6, 2019 by Ulrike Schomerus

    Einer der wichtigsten Termine meiner Woche ist der Freitagmorgen. Seit vielen Jahren treffe ich dann zum Beten für unsere Familien mit einer lieben Freundin und inzwischen sind wir sogar zu dritt.

    Zusammen beten heißt für uns auch, uns auszutauschen, über das was uns bewegt, was uns Kummer macht, woran wir gerade zu kauen haben.   😉

    So kommt es, dass wir uns auch schon mal über die Not unterhalten, die uns ungeputzte Fenster machen und die Unfähigkeit diese Not zu beenden, weil der Körper nicht so will wie wir.

    Kürzlich erzählte ich bei einem solchen Gespräch meiner Freundin von meiner Faszination für die amische Lebensweise. Seit Teenagertagen beschäftige ich mich immer wieder damit. Etwas, was mich sehr beeindruckt, ist ihr Zusammenhalt, wenn es um größere Veranstaltungen geht. Findet ein Gottesdienst bei einer der Familien statt, so helfen schon Wochen vorher etliche Frauen der Gemeinschaft das ganze Haus, Schränke und Regale eingeschlossen, auf Hochglanz zu polieren. Gemeinsam wird dafür gesorgt, dass alle genug zu essen haben und gekocht und gebacken was das Zeug hält. Hochzeiten und Trauerfeiern sind Veranstaltungen, zu denen leicht mehrere Hundert Menschen zusammenkommen und immer wird gemeinsam vorbereitet. Niemand muss so etwas allein stemmen. Keine Hausfrau bleibt mit Vorbereitungen allein.

    Meine Freundin lauschte meinen begeisterten Ausführungen geduldig und meinte anschließend ganz trocken: „Sollen wir das nicht auch machen? Fangen wir mit Deinen Fenstern an?“

    Ich war beinahe ein bisschen überrumpelt. Mit dieser Reaktion hatte ich jetzt nicht gerechnet. Wir haben also einen Termin ausgemacht und tatsächlich in einem Rutsch alle Fenster im Erdgeschoss geputzt. Wir waren so in Schwung, dass wir im Anschluss direkt bei meiner Freundin weitergemacht haben.

    Yeah!

    Das hat sich gut angefühlt! Wir hatten Gemeinschaft und haben bei Lobpreismusik gearbeitet. Das hat uns regerecht beflügelt!

    Ich frage mich seither was auf diese Art gelebte Gemeinschaft alles bewirken kann. Welche Kräfte könnten freigesetzt werden, wenn wir nicht alle stolz unser eigenens Süppchen kochen, sondern gerne Hilfe annehmen und Hilfe schenken? Auch, und vielleicht gerade, in den scheinbar kleinen Dingen.

    Wann ist uns echte, gelebte Gemeinschaft abhanden gekommen? Warum fällt es uns schwer zuzugeben, dass wir manche Alltagsdinge eben nicht alleine schaffen? Warum fragen wir nicht, ob uns jemand einen Kuchen für die Geburtatgsfeier backen kann, oder backen sogar gemeinsam? Warum verabreden wir uns nicht, um zusammen die Küchenschränke auszuwaschen, anstatt diese Aufgabe immer wieder aufzuschieben, weil uns Zeit und Kraft fehlen? Warum entrümpelm wir den Keller nicht mit der Hilfe von Freunden und ärgern uns stattdessen wochen- (jahre-) lang über den Ballast? Was hat uns so stolz (oder ängstlich) gemacht?

    Wenn mich jemand um Hilfe bittet, bin ich sehr gerne bereit nach Kräften einzuspringen und ich will mich darin üben auch selbst Hilfe in Anspruch zu nehmen.

    Ich weiß, dass gemeinsam arbeiten Freude bringt, Gespräche leichter macht und Gemeinschaft fördert. Wir wären doch dumm, wenn wir solche Möglichkeiten nicht nutzen, oder?

    Dankbare, zuversichtliche, hoffnungsfrohe Grüße   😀

    Ulrike

     

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  10. Herzenssehnsucht

    Mai 21, 2019 by Ulrike Schomerus

    Kennst Du das?

    Im hintersten Winkel Deines Herzens sehnst Du Dich zutiefst nach Anerkennung und Wertschätzung, vielleicht sogar von einer bestimmten Person. Du glaubst Du hast diese Sehnsucht ganz gut unter Kontrolle und Du weißt auch sehr wohl, dass weder diese Person, noch irgend jemand anderer in der Lage ist, dieses Sehnen Deines Herzens zu stillen. Dein Kopf kriegt das klar   😉   , und deshalb kommst Du die meiste Zeit ganz gut damit zurecht.

    Aber dann, aus heiterem Himmel, macht jemand eine Bemerkung, oder es passiert irgendetwas, das den ganzen Schmerz an die Oberfläche bringt. Du weinst und schreist, Du wehrst Dich, Du leckst Deine Wunden und tust Dir leid.

    „Ich strenge mich doch so an!!!“

    Je tiefer Du Dich fallen lässt in Selbstmitleid und Wehklagen, umso mehr wächst die Verbitterung.

    Ich weiß übrigens sehr genau, wovon ich spreche.   🙁   Gerade in der letzten Woche habe ich genau so eine Situation mal wieder erlebt.

    Nicht schön. Überhaupt nicht schön.

    Interessanterweise hatte ich am gleichen Morgen etwas gelesen über Freundschaft unter uns Menschen und die Freundschaft zu Gott. Etwas, das ich natürlich schon wusste. Nämlich, dass wir zu der Erwartung neigen unsere Defizite könnten von Menschen aufgefüllt werden und dass das unmöglich ist. Siehe oben   😉   Unser Vater im Himmel kann das sehr wohl und er wartet nur darauf, dass wir mit unserer ungestillten Sehnsucht zu ihm kommen.

    Blöd, dass wir das so oft vergessen!

    Ich habe natürlich auch nicht daran gedacht, als mir jemand diesen Satz gesagt hat, der meinen ganzen Mangel wieder an die Oberfläche spülte.

    Bevor ich komplett in bitteren Gedanken versank, erinnerte mich Gott an die Zeilen, die ich am Vormittag gelesen hatte.

    Wow, das tat gut! Einerseits kam diese Erinnerung einer liebevollen Ermahnung gleich und zugleich war es wie eine Aufforderung von Gott:

    „Komm zu mir! Hier bist Du mit Deiner Not gut aufgehoben. Du brauchst Dich nicht immer nur anzustrengen, denn Du bist mir wertvoll so wie Du bist!“

    Als ich später meinen „Betschwestern“ davon erzählte, bekam ich auch noch ein Bild: Gott setzte mich wieder aufrecht in meinem Sessel zurecht und mir die Königstochterkrone wieder auf.

    Ich bin so dankbar für Gott, der mich so sehr liebt, dessen Kind ich sein darf und, der mich geduldig lehrt!

    Eines Tages, spätestens in der Ewigkeit, wende ich meinen Blick nur noch auf den, der mir alles sein will. Eines Tages kann ich meinen Blick gar nicht mehr von ihm abwenden, so herrlich und wunderbar ist er. Und an diesem Tag, wird meine Sehnsucht endgültig gestillt sein und ich werde nicht glauben, Menschen könnten mir das geben was ich ersehne.

    Und bis dahin lerne ich. Jeden Tag ein bisschen. Schritt für Schritt. Stück für Stück.

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