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  1. Von Komfortzonen und Leidenschaft

    November 14, 2019 by Ulrike Schomerus

    Ich fühl mich wie ein Fisch im Wasser, wenn ich, so wie heute, den ganzen Tag damit zubringen kann, einzukochen und meine Vorratsregale aufzufüllen.

    Gestern habe ich Sauerkraut angesetzt und Brot gebacken, den vor Wochen angesetzten Quittenlikör abgefüllt (und probiert   😉   ) und endlich die Ringelblumensalbe abgeseiht und in kleine Tiegel gefüllt. Heute habe ich jede Menge Rotkohl eingekocht und freue mich jetzt schon darauf morgen meine Vorratsregale damit zu befüllen.

    Vermutlich habe ich die ganze Zeit gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd, weil das alles genau mein Ding ist. Ich tue es liebend gern und ich kann es auch gut. Alles was mit Kochen, Backen, Vorratshaltung zu tun hat ist meine Leidenschaft und ich fühle mich absolut sicher.

    Das Gleiche gilt für die Durchführung der Lebe leichter Kurse. Ich liebe es außerdem hier und da als Referentin auf Veranstaltungen für Frauen unterwegs zu sein.

    Obwohl…

    In Wirklichkeit habe ich Angst.

    Größere Ansammlungen fremder Menschen machen mich nervös. Zumindest dann, wenn ich niemanden kenne. Die Vorstellung vor einer Gruppe zu stehen und etwas sagen zu müssen ist gruselig. Jedes Mal, wenn ich auf eine Anfrage zugesagt habe, frage ich mich hinterher: „WAS HAST DU GETAN?

    Am Wochenende bin ich mit einer Freundin zu einer Kursleiter-Ausbildung gefahren. Wie das so ist bei so einer Ausbildung, irgendwann kommt der Punkt, da musst Du ran. Es wird geübt.

    Au backe! Das hatte ich irgendwie verdrängt. Ich drehte mich zu meiner Freundin und sagte:

    „Das ist der Punkt, an dem ich sofort nach Hause fahren möchte!“

    Ich bin geblieben. Ich habe mich darauf eingelassen und mit schweißnassen Händen, in einer Gruppe von Frauen, die ich NICHT kannte, geübt.

    Und dann passierte das, was jedes Mal passiert, wenn ich vor meinem Lebe leichter Kurs stehe und auch jedes Mal wenn ich ein Referat bei einem Frauenevent halte:

    Ich spreche die ersten Worte und dann ist alle Angst verflogen und gefühlt strahle ich aus allen Knopflöchern.

    Meine Komfortzone ist das nicht! Das ist meine Leidenschaft, mein Herzensanliegen!

    Am liebsten würde ich immer in meiner Komfortzone bleiben, da wo es schön kuschelig ist. In meiner Küche zum Beispiel.   😉    Aber ganz offensichtlich hat Gott sich das nicht so gedacht. Und jedes Mal, wenn ich den Mut gefasst habe zu tun wofür mein Herz (erstaunlicherweise) schlägt, lerne ich mehr davon was es heißt, mit Gott über Mauern zu springen.

    „Ja, du lässt meine Leuchte strahlen. Der HERR, mein Gott, erhellt meine Finsternis. Denn mit dir erstürme ich einen Wall, und mit meinem Gott überspringe ich eine Mauer

    Psalm 18, 29 + 30

    Es wäre wirklich schade, wenn ich diese Erfahrung nicht gemacht hätte und immer wieder machen dürfte. Gott erhellt meine Finsternis und nimmt mir meine Angst. Mit ihm wird möglich, was mir selbst unmöglich scheint.

    Durch Deine Leidenschaft, durch Deinen Mut, bist Du ein Licht für andere. Ein Wegweiser, ein Helfer, ein Ermutiger. Lasst uns unsere Komfortzonen verlassen und über Mauern springen! Das stärkt unseren Glauben und wirkt wie wärmendes Licht auf Menschen, die uns glaubend springen sehen.

     

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  2. Frühling, Sommer, Herbst, Familie

    November 6, 2019 by Ulrike Schomerus

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    Letztes Jahr hatten der Herzallerliebste und ich beschlossen einen Teil unseres Rasens in eine Wildblumenwiese zu verwandeln. Im vergangenen Frühjahr setzte der beste aller Ehemänner das dann auch gleich in die Tat um.

    Den Sommer über blühte es dann also dort vor sich hin und ziemlich zum Schluss kamen dann auch noch einige Ringelblumen zum Vorschein.

    Diese blühten als allerletzte Farbtupfer in der Wiese.

    Bis gerade eben.

    Ich habe den letzten die Köpfe abgeknipst.

    Schuld daran ist Veronika Smoor. Oder besser: Das Rezept für Ringelblumensalbe aus ihrem Buch „Frühling, Sommer, Herbst, Familie“.   😉

    Als der Liebste und ich über meinen Geburtstag verreist sind, kam dieses Buch mit ins Gepäck. Ich wollte es in der Gemeinde vorstellen, da es etliche Familien mit Kindern bei uns gibt und es mir schien, als sei dieses Buch ein echter Gewinn für sie. Und da ich grundsätzlich nur Bücher empfehle, die ich selbst gelesen habe….

    An einem regenerischen Tag, machte ich es mir also gemütlich und las, bei einem Glas Champagner, Veronikas Buch.

     

     

    Ich liebe Veronikas Schreibstil!

    In einem Rutsch las ich das ganze Buch, lachte, war sehr berührt, las dem Liebsten immer wieder Passagen vor und entschied schon nach den ersten Seiten, dass es gar nichts ausmacht, dass meine Kinder bereits erwachsen sind und bestimmt nicht mit ihrer Mama die kreativen Ideen umsetzen wollen, die Veronika in ihrem Buch weitergibt.

    Die eine oder andere Idee würde ich immerhin sehr gerne auch selbst und alleine ausprobieren. Und wenn nicht…

     

     

    …wäre das Buch mit seinen schönen Fotos immer noch eine Augenweide und ein wertvolles Lesebuch.

    Ich sprach also bei nächster Gelegenheit eine klare Empfehlung für „Frühling, Sommer, Herbst, Familie“ in der Gemeinde aus und kaufte mir sogleich ein Exemplar für mein eigenes Bücherregal.   😉

    Ihr Lieben, ob Ihr also kleine Kinder habt, oder auch nicht, auch Euch lege ich dieses Buch dringend ans Herz.

    Wie kam ich noch mal drauf?

     

     

    Ach ja!

    Die Ringelblumensalbe steht jetzt zum Abkühlen und Durchziehen im Keller!

    Begeisterte Grüße

    Ulrike

    P.S.: Am besten gleich hier bestellen.   😉

     

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  3. Hallo November!

    November 1, 2019 by Ulrike Schomerus

    Pünktlich zum 1. November ist es vorbei mit dem goldenen Herbst:

    Nieselregen und Nebel.

    Heute ließen wir uns davon nicht schrecken, denn der Große hatte vor ein paar Tagen nachgefragt, ob wir nicht gemeinsam wandern wollen.

    Klar wollen wir!

    Und da wir sonst nichts vorhatten, nahmen wir auch gerne 2 Stunden Anfahrt zum Ausgangspunkt unserer Wanderung in Kauf.

     

     

    Ihr wisst schon: Ich liebe es draußen zu sein und auch, wenn das hier vielleicht anders geklungen hat, diese Liebe schließt durchaus auch graue Herbsttage und den Winter mit ein.   😉

     

     

    Tatsächlich muss ich mich dennoch manchmal dazu aufraffen raus zu gehen. Wenn die Stimmung so schlecht und grau ist wie das Wetter, kann es vorkommen, dass ich mich am liebsten im Haus einigele und Trübsal blase.

    Dabei ist die Natur ein unschlagbarer Stimmungsaufheller. Egal bei welchem Wetter.

     

     

    Wenn ich dann heimkomme, nass, dreckig, ein bisschen verfroren, dann ist mein Herz so voller Dankbarkeit und Freude. Da ist dann überhaupt kein Platz mehr für Trübsal.

     

     

    Wie könnte ich durch Gottes wunderbare Schöpfung wandern und nicht Dankbarkeit und Freude über so viele Wunder empfinden?

     

     

    Das sollte ärztlich verordnet werden: Raus an die frische Luft!

    Am besten in den Wald, oder sonstwo ins Grüne.

    Staunen, Dankbarkeit, Freude atmen.

    Das tut dem Körper und der Seele gut!

     

     

    Herbstliche, zutiefst dankbare Grüße

    Ulrike

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  4. Goldener Herbst

    Oktober 26, 2019 by Ulrike Schomerus

    Manchmal möchte ich das Leben anhalten.

    Ach, was freue ich mich diese Woche so sehr über das herrliche Herbstwetter! Jede Stunde, die ich im Haus verbringen muss, erscheint mir nicht gut genutzt. Ich will draußen sein, den lauen Wind und die Sonne spüren und sie mit jeder Zelle meines Körpers und mit meiner Seele aufsaugen und speichern für graue, kalte Wintertage.

     

     

    Ich schiebe scheinbar notwendige Tätigkeiten auf. Wer braucht schon geputzte Fenster, wenn man sowieso draußen ist und gar nicht durchblicken muss?   😉

    Wer denkt schon ans Bad putzen, wenn man auch die letzten Blumen draußen anschauen könnte und  Blätter fegen kann?   😉

     

     

    Wie schnell ist es jetzt am Abend schon dunkel. Dann ist immer noch Zeit vermeintlich dringende Hausarbeit zu erledigen.

    In diesen Tagen ist der Herbst golden. Und er vergoldet mir viele Momente des Tages.

     

     

    Der nächste Winter kommt bestimmt. Vermutlich wartet er nur drauf endlich durchzustarten.

     

     

    Aber bis dahin…

    …findet Ihr mich draußen.

    Goldene Herbstgrüße

    Ulrike

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  5. Heute vor 30 Jahren

    Oktober 19, 2019 by Ulrike Schomerus

    Heute vor 30 Jahren wurde mein Leben komplett auf den Kopf gestellt.

    Ich erinnere mich an einen goldenen Oktobertag. Damals konnte ich nicht ahnen, wie sehr sich mein Leben an diesem Tag für immer verändern würde.

    Dieser Tag war der Anfang einer Reise, die mich alles gekostet hat.

    Unterwegs habe ich mehr Freude erlebt, als jemals zuvor. Ich habe mehr Herausforderungen ins Gesicht gesehen, als ich je geahnt hätte. Manche konnte ich meistern, manche nicht.

    Diese Reise macht mich so glücklich, dass ich manchmal aus dem Stand vor lauter Glück weinen muss. Und manchmal ist der Weg so schwer, dass auch dann die Tränen fließen.

    Diese Reise hat mich mehr gelehrt als 13 Schuljahre und die Bemühungen aller meiner Lehrer zusammen. Und ich lerne immer noch.

    Durch nichts wurde meine Persönlichkeit mehr geprägt und verändert. Durch nichts wurde ich mehr bereichert, durch nichts mehr beschenkt.

    Diese Reise ist das größte Abenteuer meines Lebens und ich bin unendlich dankbar, dass ich diese Reise erleben darf!

    Heute vor 30 Jahren bin ich Mutter geworden.

    Herzlichen Glückwunsch mein Großer! Ich hab`Dich sooo lieb! Gott segne Dich!

     

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  6. Entscheidung für die Liebe

    Oktober 14, 2019 by Ulrike Schomerus

    Ich schreibe hier relativ häufig etwas über den Herzallerliebsten. Und ich werde immer wieder darauf angesprochen, was ich für einen tollen Ehemann habe. Und das habe ich auch. Den allerbesten, den ich mir wünschen könnte.

     

     

    Aber ich kenne Zeiten, da finde ich den Herzallerliebsten alles andere als herzallerliebst.    😉

    Dann fühle ich mich allein, einsam, unverstanden. Ich frage mich dann, woran ich erkennen soll, dass er mich wirklich liebt, wenn er doch für mich so gar keine Zeit hat, ständig unterwegs ist und sowieso alles andere viel wichtiger ist als unsere Beziehung.

    Ich weine, klage, beschwere mich und ich werde bockig und stur. Soll er doch machen was er will, ich komme auch alleine klar!

     

     

    Ich bin nicht stolz darauf, aber es ist dennoch wahr. Das letzte Mal ist noch gar nicht lange her. Um genau zu sein erreichte eine solche Zeit unmittelbar vor unserem letzten Hochzeitstag ihren Höhepunkt. Am liebsten hätte ich unsere lange geplante Auszeit auf dem Hausboot abgesagt.

    Am Hochzeitstag wachte ich früh auf und verzog mich schmollend mit meiner Bibel auf die Couch.

    „Gott“, sagte ich, „ich bin echt unglücklich. Was soll ich denn jetzt machen?“

    Manchmal antwortet Gott sofort. Vor allem dann, wenn wir wirklich zuhören wollen. Und ich wollte. Die Verzweiflung war groß genug, denn ich hatte schon ziemlich lange auf stur gestellt.

    Ich schlug meine Bibel auf und las das Kapitel für den Tag: Epheser 5

    Seid nun Nachahmer Gottes als geliebte Kinder!

    Mir wurde ein bisschen ungemütlich.

    Und wandelt in Liebe, wie auch der Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat als Opfergabe und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch!

    Wham! Das saß.

    Während ich über Wochen damit beschäftigt war mich selbst zu bemitleiden und meine Wunden zu lecken, während ich die Verantwortung für mein Wohlbefinden dem Herzallerliebsten aufgebürdet hatte, hatte ich tatsächlich meine Rolle in der ganzen Sache völlig außer Acht gelassen.

     

     

    Mein Job ist es zu lieben. Mein Job ist es Christus nachzuahmen.

    Ich bin nicht dafür verantwortlich was andere tun. Ich kann andere nicht verändern. Auch nicht meinen Ehemann. (Will ich auch nicht   😉   Aber ich bin für mein Handeln verantwortlich. Um alles andere kümmert sich Gott persönlich. Besonders um meine verzweifelte Sehnsucht danach geliebt zu werden. Und so erinnerte er mich gleich noch an zwei Verse, die mir seine Liebe verdeutlichen:

    Schmecket und sehet, dass der HERR gütig ist! Glücklich der Mann (die Frau) , der (die) sich bei ihm birgt!  Ps.34,9

     

    Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeigt, daß wir Gottes Kinder sollen heißen!

    1. Joh. 3,1

    Ich fühlte mich zurecht gewiesen und gleichzeitig reich beschenkt. Mir wurde mein widerliches Verhalten auf einmal deutlich bewusst. Und einmal mehr bin ich Gott so dankbar für seine Geduld mit mir, wenn ich wieder einmal, was ich schon längst verinnerlicht glaubte, vergessen habe.

    Ich habe mich entschieden zu lieben. Was für eine Erleichterung und Neubelebung für unsere Ehe! Liebe einfordern ist widerlich und bringt mich keinen Schritt weiter, aber die Entscheidung für die Liebe verändert alles. Vor allem mich selbst.   😉

    Dankbarste Grüße

    Ulrike

    P.S.: Einen kleinen Eindruck wie schön unsere Auszeit dann doch noch war, gibt es hier.

     

     

     

     

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  7. Hochzeitstag und Abenteuer

    Oktober 7, 2019 by Ulrike Schomerus

    Da bin ich wieder.   😉

    Für ein paar Tage sind der Herzallerliebste und ich abgetaucht. Dafür, das wissen wir schon lange, muss man nicht unbedingt in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so nah.   😉

    Unseren Hochzeitstag (in diesem Jahr der 31te) nehmen wir gerne zum Anlass kurz zu verschwinden, um uns auf uns und unsere Ehebeziehung zu besinnen. Das tut so gut!

    Nach einem guten Frühstück in unserem Leiblingsfrühstückscafé und ein bisschen Alltagskram, der noch erledigt werden musste, machten wir uns also auf den Weg nach Bislich, um dort drei Tage auf einem Hausboot zu verbringen.

     

     

    Jedes Mal kommt es uns vor, als tauchten wir in eine andere Welt. Der Blick auf das Wasser, die Natur um uns herum, sogar der Biber hat uns in der Nacht besucht. 😉

     

     

    Das Wetter war zwar nicht so toll, aber es gab genügend Regenpausen, so dass wir auch laufen konnten.

     

     

    Die übrige Zeit verbrachten wir mit Saunagängen, Abkühlen im See und Memory spielen.   😉

     

     

    Und am Mittwoch habe ich noch ein besonderes Geschenk eingelöst, das der Herzallerliebste mir zum Hochzeitstag gemacht hatte:

    Ich habe Stand up paddling ausprobiert!

    Yeah! Für mich ein richtiges Abenteuer!

    Das habe ich mir schon so lange gewünscht. Im letzten Jahr hatte mir die gebrochenen Kniescheibe einen Strich durch die Rechnung gemacht. In diesem Jahr hat alles gepasst. Und es war genauso schön, wie ich es mir erträumt hatte.

    Das mache ich wieder!

     

     

    Seit Donnerstag sind wir zurück. Der Alltag hat uns mit Macht erwischt. Aber es bleibt die Erinnerung und tiefe Dankbarkeit für die Möglichkeit eine solche Auszeit zu erleben.

    Meine Dankbarkeit mit dem Herzallerliebsten verheiratet sein zu dürfen, der so viel Geduld mit mir hat, der mich unterstützt in allem was ich mir vornehme, der Unmögliches möglich macht, der mich so liebt wie ich bin, kann ich nicht in Worte fassen. Was soll ich sagen: Ich liebe ihn einfach!

    Dankbarste Grüße

    Ulrike

     

     

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  8. Prima Klima

    September 23, 2019 by Ulrike Schomerus

    Ein prima Klima, das wünschen sich viele und wollen endlich entsprechende Maßnahmen in der Politik durchsetzen. Am Freitag sind dafür überall Menschen auf die Straße gegangen.

    Ich bin zuhause geblieben.

    Nicht, weil ich die Anliegen der Demonstranten nicht teile!

    Ich bin vielleicht eher der leise Klimaaktivist. Wenn man das überhaupt so sagen kann.

    Ich ziehe es vor in meinem eigenen kleinen Bereich anzufangen. Weit weg von perfekt wohlgemerkt. Aber wo mir etwas auf- oder einfällt, das ich zugunsten eines besseren Klimas /einer besseren Welt verändern kann, tue ich das gern.

    Die meisten Dinge könnte jeder verändern. Es sind eben nicht immer die großen Dinge, die den Unterschied machen.

    Man stelle sich nur einmal vor, jeder würde ganz selbstverständlich seine eigenen Dosen mit zum Einkauf nehmen, um sich Fleisch, Wurst, Käse darin einpacken zu lassen.

    Was, wenn alle ihren Joghurt, Milch, Wasser, Saft…im Glas kaufen würden?

    Was, wenn jeder natürlich seinen eigenen Einkaufsbeutel/-korb dabei hätte?

    Was, wenn wir alle wieder mehr mit dem Fahrrad, oder zu Fuß erledigen würden, anstatt eben schnell das Auto zu nehmen?

    Was, wenn wir alle den Wasserhahn zudrehen, wenn wir uns unter der Dusche einseifen, oder wenn wir uns die Zähne putzen?

    Was, wenn wir unser Spülmittel einfach wieder aus umweltverträglichen Zutaten selbst herstellen?

    Was, wenn wir das Licht selbstverständlich ausschalten, wenn wir einen Raum verlassen?

    Was, wenn wir nicht jedes Jahr ein neues Handy, eine Flugreise, neue Mäntel, die xte Bluse etc. kaufen würden?

    ….

    Es gibt so viele Möglichkeiten im Kleinen für Gottes Schöpfung, die Welt in der wir leben, gute Entscheidungen zu treffen. Jeder so, wie es ihm möglich ist und ohne mit dem Finger auf den anderen zu zeigen, der es anders macht.

    Jeder kann (muss) Verantwortung übernehmen.

    Das beginnt nicht in der Politik. Beginnen tut die Verantwortung bei mir und bei Dir.

    Fangen wir einfach an. Tun wir einfach das, was wir tun können.

    Auf die Politik schimpfen und selbst die Hände still halten, wird nicht die Lösung sein.

    Nachdenkliche Grüße

    Ulrike

     

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  9. Alte Besen kehren gut…

    September 17, 2019 by Ulrike Schomerus

    …sagt man, und just aus diesem Grund, habe ich mir letzte Woche einen neuen gekauft. Und Handfeger und Kehrblech gleich dazu.   😉

    Der Grund:

    Mein Staubsauger tut´s nicht mehr.

    Das ist ganz schön nervig. Nun könnte ich einfach den Kundendienst rufen und hoffen, dass der Schaden durch eine Reparatur behoben werden kann. Das werde ich sicher auch tun. Aber mir fiel plötzlich ein, dass es doch früher diese Dinger gab, mit denen man, ganz ohne Strom, den Teppich von Krümeln und Staub befreien kann.

    Außerdem haben wir hauptsächlich glatte Böden in unserem Heim und die, so mein Gedanke, lassen sich ganz prima auch mit Besen und Handfeger reinigen.

    Auf den Teppichkehrer warte ich noch. Der kommt wahrscheinlich morgen. Und ich freue mich tatsächlich darauf.   😉

    Den neuen Besen schwinge ich schon einige Zeit. Eben weil alte Besen gut kehren.

    Will heißen: Nicht alles was wir durch elektrische Geräte ersetzt haben ist schlecht und Rückschritt ist manchmal vielleicht sogar Fortschritt.

    Aber das ist ein anderes Thema. Und dazu schreibe ich ein anderes Mal.   😉

    Liebste Grüße

    Ulrike

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  10. Die Sache mit dem Vertrauen

    September 9, 2019 by Ulrike Schomerus

    Wenn Du mich fragst, ob ich Gott vertraue, dann antworte ich Dir mit einem kräftigen „Ja“.

    Aber manchmal kommen mir Zweifel.

    Darf ich behaupten ich vertraue Gott, wenn ich doch oft lieber selbst die Dinge in die Hand nehme?

    Wenn ich Gott vertraue, darf ich dann weinen, weil manchmal Dinge geschehen, die mir schier das Herz brechen?

    Ich verstehe die Sache mit dem Vertrauen manchmal nicht und sie scheint auch so gar nicht in meiner Natur zu liegen. Verinnerlicht habe ich offenbar eher das Gefühl: „Wenn Du Dich auf eins verlassen kannst, dann darauf, dass Du Dich auf nichts (und niemanden) verlassen kannst“.

    Das macht es mir schwer. Das macht Loslassen zu einem Fremdwort für mich. Ich möchte dieses Fremdwort buchstabieren lernen, ich möchte, dass es zu einem Lieblingswort wird und zu einer ganz vertrauten und selbstverständlichen Art meines Handelns.

    Heute Morgen kam mir der Gedanke, dass das Geheimnis in der Liebe liegt. Nicht in der Liebe, die ich Gott entgegenbringen könnte. Das Geheimnis liegt darin, dass er mich liebt.

    Hierin ist die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern, dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden.   1.Joh. 4,10

    Könnte jemand, der sein Leben für mich gelassen hat, der sich für mich hat umbringen lassen, nicht vertrauenswürdig sein?

    Wohl kaum.

    Nein, ich verstehe nicht alles.

     

     

    ABER:

    Wenn ich auf´s Kreuz schaue, sehe ich nichts als Liebe.

    Das hilft mir.

    Das befreit mich.

    Dann kann ich loslassen.

    Darin will ich mich üben.

     

     

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